Tourenvorschlag für
ambitionierte Mountainbiker
Auf dieser Seite erscheinen in
unregelmäßigen Abständen Berichte zu den anspruchsvolleren Mountainbiketouren
im Harz.
Supertour mit Schweiß und
schönen Ausblicken
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Dies ist eine wirklich sehr
anspruchsvolle Strecke für Biker mit Sitzfleisch und Kondition (keine
Anfänger!!!). Den Startplatz habe ich in Goslar gewählt. Großraumparkplatz am
Osterfeld. Zur genauen Planung der Tour solltet ihr eine 1:50000 Topographische
Karte wählen (Es tut auch eine Wanderkarte des Harzes). Wichtig ist der
möglichst kleine Maßstab.
Wer aus dem Harz kommt und sich
auskennt, sollte die Strecke sogar ohne Karte finden können. Der Harz hat ja
grundsätzlich ein sehr gut markiertes Wegenetz. Damit die Biker, die sich
auskennen, nicht alles lesen müssen. Hier der Weg in Stichpunkten:
- Goslar, Osterfeld; Oker,
Adenbergsiedlung; Käste; Steinbruch Huneberg; B 4; Baste-Siedlung; Skidenkmal;
Eckerstaumauer; Scharfenstein Nationalparkhaus; kleiner Brocken; Brocken;
Gotheweg; Kaiserweg; B4; Kalbetal; Okerstausee; Okertal Westseite;
Verbindungsweg Waldhaus-Ammental-Bollrich; Berufsförderungswerk (BFW);
Osterfeld
Jetzt für die, die sich nicht
auskennen.
Trotz der Beschreibung bitte nicht
ohne Karte starten. Auch die besten Wegemarkierungen werden von
"Idioten" geklaut und es kann auch immer zu Sperrungen aufgrund von
Arbeiten im Wald kommen. Und ohne Karte findet man dann eine Alternativstrecke
sicher nicht so schnell. Die Streckendistanz liegt bei ca. 60 Km. Ca. 30% der
Strecke führt über geteerte Wege und ca. 70% führt über befestigte
Forststraßen und Wanderwege. (Bitte Rücksicht auf die Wanderer) Bei trockenem
Sommerwetter bestehen vom Untergrund her keine Gefahren. Man sollte aber auch im
Sommer und erst recht im Herbst und Frühjahr immer auf einen plötzlichen
Wetterumschwung gefasst sein. Man muss bedenken, dass wir auf einer Höhe von
234 M. ü. n. N. starten und uns die Strecke bis auf eine Höhe von 1142 M. ü.
n. N. führt. Und das Wetter auf dem Brocken ist recht unberechenbar und auch
nicht zu unterschätzen und eine zweistündige Abfahrt vom Brocken nach Goslar
in nassen Klamotten ist nicht wirklich schön.
Aber jetzt genug der Vorrede und los
geht die wilde Fahrt.
Wir starten in Goslar am
Großparkplatz Osterfeld. Von hier aus folgen wir der Beschilderung bis nach
Oker (Radwege vorhanden). In Oker verlassen wir die B 498 und fahren links in
Richtung Bad Harzburg.
Am Berg, welcher nun rechts von uns
ist, befindet sich die Adenbergsiedlung. An der Zufahrt zur Adenbergsiedlung
folgen wir dem Straßenverlauf zunächst nach links und dann nach rechts den
Berg hinauf. Wir befinden uns dann am Waldrand und können den Waldweg
hinauffahren. Wir folgen von hier aus der Ausschilderung zum Cafe Goldberg.
Wir kommen nun an eine Kreuzung. Links geht es nach Göttingerode, geradeaus zum
Cafe Goldberg und rechts fahren wir den Berg hinauf und folgen diesem Weg
(Markierung gelbes Dreieck) in Richtung Käste, Baste-Siedlung, Torfhaus.
Unser Ziel ist der Diabas-Steinbruch am Huneberg. Von hier aus
folgen wir der geteerten Zufahrtstraße bis zur Bundesstr. 4. Diese überqueren
wir vorsichtig und fahren zur Baste-Siedlung.
Von der Baste-Siedlung folgen wir der
Forststraße geradewegs in Richtung Eckertalsperre. Von dieser Forststraße
biegen wir nicht mehr ab bis sie an einer querverlaufenden Forststraße endet
(Hinweis: Auf dem Weg dorthin müsst ihr eine Furt durch einen kleinen Bach
durchqueren) An der querverlaufenden Straße fahrt ihr rechts und kommt dann zum
Skidenkmal.
Gegenüber der Schutzhütte geht es
dann bergab in Richtung Eckertalsperre. Wir folgen dem blauen
Kreuz bis zur Eckerstaumauer. Diese überqueren wir und folgen dem Wegverlauf in
Richtung Scharfenstein/Brocken .
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An den Scharfensteinklippen war
früher eine Kompanie der Grenztruppen der DDR. Heute befindet sich hier ein
Informationshaus des Nationalparks.
Von hier aus folgen wir der direkten
Ausschilderung zum Brocken. Auf einer Entfernung (Luftlinie) von 2 Km
überwinden wir nun einen Höhenunterschied von nahezu 500 M. bis wir dann
endlich auf dem Brocken sind. Hier haben wir uns sicherlich eine Stärkung
verdient. Es ist hier nicht gerade billig, aber die Aussicht kann
überwältigend sein. Bei klarem Wetter, eher selten, kann man bis weit in
die norddeutsche Tiefebene blicken. Braunschweig im Norden und auch Magdeburg im
Nordosten dürften kein Problem sein. Im Süden kann man an guten Tagen den
Hohen Meißner sehen. Aber das irgendjemand schon Berlin oder gar Hamburg
gesehen haben will halte ich eher für eine Auswirkung des guten Schierker
Feuerstein (Kräuterschnaps).
Aber da wir auch noch eine, nach bis
hierher ca. 4-5stündigen Aufstieg, 2stündige Abfahrt vor uns haben sollten wir
wieder Aufbrechen.
Achtung:
Ab hier bis zum Torfhaus sind leider immer
viele Wanderer unterwegs. Auch bei schlechtem Wetter.
Ab hier geht es nun bergab d.h. wir
sollten uns ruhig ein bisschen dicker Anziehen denn wir haben jetzt eine fast
durchgängige Abfahrt bis zur Okertalsperre.
Der Weg führt uns zunächst auf der
Brockenstraße in Richtung Schierke. Von dieser Straße biegen wir, der
Brockenbahn folgend, nach rechts ab bis zur Station Goetheweg. Hier
verlassen wir wieder die Bahnstrecke nach rechts den Berg hinunter. Am Ende des
Steilstückes biegen wir rechts ab und folgen der Ausschilderung in Richtung
Torfhaus.
Wer es ab hier eilig hat kann dann
zum Torfhaus fahren und die B4 bis zum ersten Parkplatz auf der rechten Seite in
Richtung Bad Harzburg fahren (direkt am Ende der ersten Abfahrt). Gegenüber
dieses Parkplatzes führt die Kalbe dann hinunter zur Okertalsperre.
Die normale Strecke führt auch über
den Goetheweg zum Torfhaus. Am nördlich Ende des Großraumparkplatzes biegen
wir allerdings rechts in den Waldweg ein (Abfahrt) und folgen diesem bis zur
ersten Kreuzung an dieser biegen wir gleich links auf den Weg 16a ein (rotes
Kreuz). Dieser führt uns automatisch zu dem Parkplatz aus dem letzten Absatz.
Nun kommt eine wirklich schöne
rasante Abfahrt die Kalbe hinunter bis zur Okertalsperre. Die ganze Straße ist
geteert und wird nur selten befahren.
Wenn wir das Wasser der Okertalsperre
sehen folgen wir dem Rundweg um die Okertalsperre nach rechts bis zur
Hauptsperrmauer. Diese überqueren wir und fahren die B 489 in das Tal hinab.
Links vor dem Restaurant Romkehalle
(angeblich kleinstes Königreich der Welt) fahren wir am Ende eines kleine
Parkplatzes in einen schmalen Weg ein.
Dieser Weg führt am linken Ufer der
Oker bis nach Goslar(Oker) und ist von seinem technischen Anspruch sicher einer
der schönsten Streckenabschnitte. Wurzeln, Felsen, Stufen, Anstiege, Abfahrten,
Tragepassagen und ein Schöner Rastplatz mitten im Bachverlauf der Oker
("Verlobungsinsel") bieten eigentlich zum Abschluss noch einmal alles
was das Bikerherz mag.
Am Waldhaus angekommen fahren wir
wieder ein Stück die B 498 von der wir aber nach ca. 200 M. gleich wieder links
abbiegen um hinauf in den Wald zu fahren. Wenn man von diesem Weg
nicht mehr abbiegt, so führt er uns bis zum Großparkplatz Osterfeld in Goslar.
Wer diese Strecke gefahren ist, kann
von sich wirklich behaupten, dass er die Höhen und Tiefen des Harzes erfahren
hat.
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Tourenvorschlag für
die Wanderung mit der ganzen Familie
gemütliche
Tagestour

Diese schöne Wanderstrecke für
die gesamte Familie hat als Start- und Zielpunkt den Oderteich an der
Bundesstraße 242 zwischen Sonnenberg und der Einmündung auf die Bundesstraße
4.
Wir habe uns an einem Samstag so
gegen 10:00 Uhr am Oderteich auf den Weg gemacht und sind diesen oben
eingezeichneten Weg gegangen. Hier nun eine detaillierte Beschreibung mit
Bildern.
Von unserm Startpunkt aus führt uns
der Weg am Westufer des Oderteiches in Richtung Zulauf. Dieser Weg ist gut
erkennbar und für den Fußwanderer oder Mountainbiker gut zu bewältigen. Mit
einem Kinderwagen würden wir hier nicht entlanggehen wollen. Ca. 1 Km
schlängelt sich der Weg bis wir zum Zulauf zum Oderteich gelangen. Hier muss
man sich nun entscheiden in welche Richtung man gehen will. Wir haben uns für
den Weg zur "Sonnenkappe" entschieden.
Wie man sehen kann, wurde die erste
Pause dazu genutzt die Fertigen im Klettern und Kraxeln zu festigen. Hierzu
diente eine umgestürzte Fichte. Auf dieser wurde der Zulauf zum Oderteich
mehrfach überwunden. Aber keine Angst an die "normalen" Wanderer. Es
gibt auch eine Brücke.
Von hier an führt die Strecke nun
leicht bergan. Man folgt dem Weg bis der Wald etwas dichter wird. Hier kann man
dann nach rechts auf dem "Märchenweg" nach Torfhaus gelangen. Wir
allerdings gehen weiter und müssen dann nach rechts die erste Steigung
erklimmen. Oben angekommen geht der Weg wieder nach links und führt nach
einigen Metern um einen Hang wieder nach rechts in eine kleine Sandmulde an der
auch ein beeindruckender Sandabbruch zu erkennen ist.
Wie
ihr sehen könnt ist dies schon ein beachtlicher Sandabbruch. In der Mitte des
Bildes ist an der oberen Hangkante Natalie zu erkennen. Dadurch kann man ganz
gut die Dimensionen erkennen.
Der Weg führt entlang dieses
Sandabbruches weiter leicht bergan in Richtung "Sonnenkappe". In
Laufrichtung links neben dem Weg verläuft ein kleiner Bach. Ach übrigens ganz Wichtig:
niemals das Wasser, welches aus den Hochmooren gespeist wird trinken,
warum nicht?? Das gibt einen fürchterlichen Brech-Durchfall. Das ist wirklich
gefährlich.
Ich kenne Personen, die haben nur
einen kleine Schluck getrunken und denen war echt richtig schlecht. Aber weiter
zur Strecke. Weiter geht der Weg bergan und wir nähern uns der
"Sonnenkappe". Da wir an einem schönen Samstag die Strecke gewandert
sind können wir auch beurteilen warum es Sonnekappe genannt wird.
Hier
haben wir uns, wie man sehen kann erst mal zu einer ausgiebigen Pause
niedergelassen. bis zu diesem Punkt waren wir ca. 1 1/2 Stunden unterwegs. Den
Weg kann man Problemlos schneller bewältigen. Wir wollen uns aber an der Natur
erfreuen und auch das eine oder andere gerade den Kindern zeigen. Die Pause war
bei allen sehr willkommen und hat die Energiedepots wieder gefüllt.
Natalie
hat den Baustumpf bezwungen und sich zum Schutz vor der Sonne meinen Hut
gekrallt. Von der "Sonnenkappe" führt der Weg in einem Schwung den
Clausthaler Flutgraben entlang bis zur Heidelbeerschneise. Da wir uns an einem
künstlichen Graben bewegen ist der Weg weitestgehend eben. An der
Heidelbeerschneise ist ein Weitergehen auch nicht möglich und wir müssen nach
links nun bergab. Die Wegebezeichnung Heidelbeerschneise wird man aber an diesem
Ort nicht finden. Wir folgen dem Weg bis zur B 242 und überqueren diese. Nach
der Überquerung gehen wir einen Trampelpfad nach links über die Wiesen zum
Sonnenberg. Hier besteht dann noch die Möglichkeit die schneesichere
Biathlon-Anlage Sonnenberg zu besichtigen.
Nach einer möglichen Besichtigung
führt der Weg, zunächst an der Straße, in Richtung Braunlage. Es gibt einen
Waldpfad, welcher nördl. der Bundesstr. bis zum Oderteich führt. Dieser Weg
ist sehr abwechselungsreich und leicht wellig. Auf dem letzten Teilstück vom
Sonnenberg bis zurück zum Oderteich könnte es nur dann Probleme geben, wenn
man den Weg nach einer regnerischen Periode gehen will. Dann weicht der Weg an
einigen Stellen auf.
Wir haben die ganze Strecke in ca. 3
1/2 Stunden bewältigt. Bei dem Schönen Wetter, dass wir hatten ist dies
wirklich ein Genuss-Strecke die schöne, romantische Abschnitte am Oderteich und
zur Sonnekappe hat. Auch bietet der Weg am Clausthaler Flutgraben Ausblicke auf
den Brocken, den Achtermann und den Wurmberg. Auch der Weg vom Sonnenberg
zurück zum Oderteich wird nicht langweilig.
Die Strecke ist in ihrer Gesamtheit
auch für eine Tour mit dem Mountainbike geeignet. Mit einer Variation
laufen wir diese Strecke auch im Winter mit Langlaufski.
Der Oderteich ist im Winter auch ein
Start- und Zielpunkt für eine große Nordharzrunde mit Langlaufski. Hierüber
werde ich aber in der Rubrik Skitouren aber gesondert berichten.
Viel Spaß dabei!
Holger
